Kommunikation mit Mundschutz

Die Maske behindert die Kommunikation, ist in Zeiten von Corona aber alternativlos.

Das Tragen von Mundschutzmasken wird ab dem 27. April 2020 in Baden-Württemberg zur Pflicht, in Einkaufsläden sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln. Unsere Kommunikation wird dadurch erheblich verändert.

Normalerweise können wir unsere Mitmenschen, dank ihres Gesichtsausdruckes, sehr gut einschätzen. Durch das Verdecken der unteren Gesichtshälfte mit der Mundschutzmaske wird uns damit ein wichtiges Kommunikationsmittel genommen.

Verbale Kommunikation wird von der nonverbalen Kommunikation geschlagen.

Ein Großteil unserer Kommunikation läuft unbewusst nonverbal ab. Eine international angelegte Studie des iranisch-amerikanischen Psychologen Albert Mehrabian aus den 80er Jahren legt nahe, dass nur 38 Prozent des Verständnisses eines Anderen über die Sprache von statten geht. Viel wichtiger ist die Körpersprache und da vor allem die Mimik, die sich über das Gesicht vermittelt.

Menschen können nicht nicht kommunizieren.

Müssen wir nun unsere Kommunikation anpassen, wenn wir Masken tragen? Die Antwort: Ja! Da nur noch ein Teil unseres Gesichtes erkennbar ist, können uns taube sowie schwerhörige Menschen nicht mehr von den Lippen ablesen. Eine findige Studentin aus Kentucky hat zwar bereits Mundschutzmasken mit Sichtfenster entwickelt – ob sich diese Masken aber so schnell durchsetzen werden, ist eher fraglich. Generell legen wir viel Wert auf unser äußeres Erscheinungsbild. Der Lippenstift bei Frauen, der stilvolle Bart bei Männern sowie die schneeweißen Zähne suggerieren stets ein gewolltes Erscheinungsbild. Das Maultäschle (im schwäbischen bedeutet Maul ja liebevoll Mund) umschreibt auf angenehm ironische Weise den Mundschutz. Andere Zeitgenossen beschreiben den Mundschutz eher aggressiv als Maulkorb. Wie dem auch sei, durch den Mundschutz wird die Sprache erheblich eingeschränkt. Daher ist es besonders wichtig, wenn jemand durch ein Stück Stoff vor dem Mund und der Nase spricht, deutlich und akzentuiert zu sprechen. Dabei hilft nicht nur eine klare und langsame Aussprache, sondern auch das Vermeiden von Dialekten und nuscheln. Generell hört sich die Stimme hinter einer Maske immer ziemlich dumpf an. Wir sollten daher vor allem bei der Kommunikation mit anderen Menschen folgende fünf Punkte beachten:

  1. langsamer sprechen
  2. deutlicher sprechen
  3. akzentuierter sprechen
  4. mehr mit der Mimik der Augen agieren
  5. mehr Einsatz der Gestik – vor allem der Hände.

Auch die Köperhaltung ist in solche einem Gespräch wichtig. Aufrechtes Stehen oder Sitzen sowie offene Armbewegungen sind Garanten für eine sympathischere Wahrnehmung. Gleichzeitig sollte man darauf achten, dass mit den Körperbewegungen nicht übertrieben wird. Dies wirkt nicht mehr authentisch.

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