Krisenkommunikation

Wie funktioniert Krisenkommunikation in einer Situation, die es noch nie gab?

Ein Übeltäter – so winzig klein und nahezu unsichtbar, verändert unser Leben. Er trägt viele Namen: Sars-CoV-2, Covid-19 oder schlicht Corona. Erst macht er uns krank, dann legt er die Wirtschaft lahm. Noch nie haben wir uns so intensiv mit Virologie und Epidemiologie beschäftigt, wie in den vergangenen Wochen. Doch trotz der sinkenden Infektionszahlen, die das Robert-Koch-Institut in den letzten Tagen vermeldet, endet das Problem längst nicht. Die Corona-Pandemie entwickelt für viele Unternehmer eine besondere Dynamik.

Wie aber geht man als Unternehmen mit einer scheinbar unberechenbaren Situation um? Mit der richtigen Krisenkommunikation! Es gibt nämlich einen Faktor, den die Corona-Krise mit anderen Krisen gemeinsam hat: Ein Fahrplan für Kommunikation muss nicht erst entwickelt werden, wie ein Medikament oder Impfstoff durch Forscher in Hochsicherheitslaboren. Denn Krisenkommunikation ist für uns Menschen vor allem eins: planbar!

Zu Beginn benötigen Unternehmen eine auf sie zugeschnittene Strategie – ganz nach dem Motto „Ziele setzen – Ziele erreichen“. Im nächsten Step müssen die Kommunikationsziele analysiert und bestimmt werden. Weiterhin benötigt jedes Unternehmen einen Fahrplan, der sie durch die Besonderheiten dieser gesundheitlichen Krise führt, denn auch Home-Office und Personalausfälle sind vorprogrammiert.

Vertrauen Sie auf Expertenwissen

Sind wir selbst keine Experten, dann müssen wir uns Rat holen. Rat bei den Besten, Rat bei Experten. Die Bundesregierung greift in der Corona-Krise auf die Kompetenzen der Wissenschaftler, Virologen, Epidemiologen, Ethiker und vieler weiterer Experten zurück. So liegt es nun auch an den Unternehmen, Expertise in Sachen Krisenkommunikation bei den Profis einzuholen. So wie sich die Infektionskurve durch Isolation abflachen lässt, ist es möglich, die kommunikativen Herausforderungen, die Unternehmen bevorstehen, durch gute Vorbereitung zu meistern.

Wir haben den Wissenschaftlern und Experten in den letzten Wochen vertraut. Wir haben soziale Kontakte gemieden, uns häufig die Hände gewaschen und sind so häufig wie möglich daheim geblieben. Wir haben der Erfahrung von Profis unser Vertrauen geschenkt. Und das war gut so. Die Infektionszahlen sind gesunken. Der Weg durch eine Krise ist immer nur so gut wie die Kommunikation darüber. Ob vor, während oder danach.

Corona-Krisenkommunikation – Die zehn goldenen Regeln

Unternehmen, die ihre Krisenmaßnahmen erfolgreich nach außen und innen kommunizieren, behalten ihre Informationshoheit. Mit dem Zuwachs an Infektionszahlen und einer ungewissen Zukunft, wachsen bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern Ängste und Sorgen und dadurch auch die Notwendigkeit einer internen und externen Krisenkommunikation. Durch ein gelungenes Management, klare und direkte Worte sowie genaue Vorgaben, lassen sich diese Ängste und Sorgen besser handeln.

Denn es kommen Situationen auf, bei denen eine erfolgreiche Krisenkommunikation notwendig ist: Dürfen Mitarbeiter-Dienstreisen noch angetreten werden, mit welchen Lieferengpässen müssen wir rechnen, werden in naher Zukunft Fabriken und Büros schließen? All diese Situationen müssen gut kommuniziert sein.

Mit den zehn goldenen Regeln, kommen Sie kommunikativ stark durch die Krise.

  1. Erfolgreiche Krisenkommunikation, bedarf einer guten Vorbereitung sowie einer gut funktionierende Task Force, bestehend aus Geschäftsführern, Management und Fachleuten: Kommunikation ist das A und O.
  2. Alle wichtigen Entscheidungen über notwendige und kommunikative Maßnahmen, werden von der Task Force bestimmt.
  3. Machen Sie sich bereits jetzt Gedanken zu möglichen Krisenszenarien. Welche Situationen können eintreten und wie reagieren wir dann operativ und kommunikativ? Die Zusammenstellung eines Krisenhandbuchs ist jetzt gefragt.
  4. Um kommunikativ optimal vorbereitet zu sein, bedarf es einer einheitlichen Sprachregelung und klaren Aussagen für Mitarbeiteraushänge, Intranet- und Social-Media-Beiträge, Kundenanschreiben usw.
  5. Informieren Sie sich täglich über neue Maßnahmen und Regelungen. Verbreiten Sie im Unternehmen nicht gleich Panik. Reagieren Sie nach reiflicher Überlegung besonnen und sachlich. Handeln Sie in jedem Fall. Wichtig ist, Ihre Mitarbeiter regelmäßig über die veränderte Gesamtsituation im Unternehmen zu informieren.
  6. Eine gute interne Unternehmenskommunikation verhindert die Ausweitung der Krise. Falsch- oder Fehlinformationen hingegen sorgen für Chaos und Unverständnis.
  7. Wenn ihr Unternehmen Social-Media-Kanäle nutzt, dann kann eine gelungene Kommunikation auch hier sehr viel bewirken und Menschen bewegen. Auf diesen Kanälen kann sehr viel Prävention betrieben werden.
  8. Stellen Sie einen Expertenrat für Ihr Unternehmen zusammen, auf den Sie im Extremfall zurückgreifen können. Einen Arzt, das Gesundheitsamt, die Behörden, einen Kommunikationsprofi für Krisenkommunikation.
  9. Prüfen Sie, welche Aufgaben und Arbeitsprozesse auch im Falle eines weiteren Lockdowns reibungslos funktionieren müssen, um ihr Unternehmen aufrecht zu erhalten.
  10. In unruhigen Zeiten ist es wichtig, ruhig zu bleiben.

Kommunikation war für Unternehmen bereits vor der Krise enorm wichtig, um das gemeinsame Miteinander und das gemeinsame Handeln überhaupt zu ermöglichen. Erfolgreiche Kommunikation gewinnt jedoch durch die Krise immer mehr an Bedeutung, denn sie wird zunehmend wichtiger. Sie ist erschwert durch Videokonferenzen, Online-Meetings, E-Mail- und Schriftverkehr mit Kunden und Partnern. Die direkte und zwischenmenschliche Kommunikation, das persönliche Gespräch fehlt in Zeiten von Corona. Diese drastische Veränderung in vielen Unternehmen führt zu einer schlechteren internen Kommunikation und somit auch zu einer schlechteren externen Kommunikation. Wird hier nicht entgegengewirkt, kann dies entscheidende Konsequenzen mit sich ziehen. Jetzt sind Sie als Unternehmer gefragt. Zeigen Sie klare Kante, kommunizieren Sie direkt und wertschätzend, strukturieren Sie ihr Unternehmen so, dass Sie auch diese Krise bewältigen können.

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